Jutta Mosbach
Kirche ist kein Selbstzweck. Kirche ist kein Ort der weltabgewandten Jenseitssehnsucht. Kirche ist in der Welt für die Welt da. Dass wir uns als Kirche in gesellschaftliche Belange einbringen, ist daher kein freiwilliges Extra, kein „nice to have“. Es gehört zu unserem ganz ursprünglichen Auftrag.
Die Fachstelle für gesellschaftliche Verantwortung erfüllt diesen Auftrags in besonderer Weise. Sie schaut speziell auf die konkreten Erfordernisse vor Ort und richtet den Blick auf den gesellschaftlichen Bedarf. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen positiven Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben. Dazu kooperiert sie mit innerkirchlichen Partner ebenso wie mit Organsiationen und Einrichtungen außerhalb der Kirche.
Wir stellen dabei immer diejenigen in den Mittelpunkt, die aus Sicht unseres christlichen Glaubens besondere Aufmerksamkeit verdienen: die, die an den Rand gedrängt und gesellschaftlich benachteiligt werden.
Ebenso wichtig wie die gesellschaftlichen und sozialen Themen, sind uns auch die uns ökologischen Gefahren und Herausforderungen unserer Zeit. Sie betreffen uns alle, deshalb wird auch hier die Fachstelle gesellschaftliche Verantwortung mit ihren Initiativen und Angeboten tätig.
Zu den konkreten Arbeitsfeldern der Fachstelle gehören unter anderem:
Seit 2015 ist Tobias Krohmer im Evangelischen Dekanat Hochtaunus Referent auf der Fachstelle für Gesellschaftliche Verantwortung. Er kommt aus Württemberg und ist im Schwabenland aufgewachsen. Philosophische Reflexion verbindet er mit langjähriger Erfahrung im sozialen Bereich.
Er ist promovierter Philosoph mit dem Schwerpunkt praktische Ethik. Von daher beschäftigt er sich mit Fragen von Verantwortung, Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt – stets mit Blick auf die konkreten Lebensrealitäten von Menschen.
Er kennt aber auch die unmittelbare Arbeit im sozialen Bereich: Mehr als zehn Jahre war er Schuldnerberater und ist auch im Ehrenamt in der Bewährungs- und Flüchtlingshilfe aktiv.
Im Dekanat vernetzt er kirchliche und zivilgesellschaftliche Akteur:innen, arbeitet in kommunalen und kirchlichen Gremien und setzt sich für soziale Gerechtigkeit, demokratische Teilhabe und die Bewahrung der Schöpfung ein. Sein theologisches Fundment findet er vor allem in den Schriften von Dietrich Bonhoeffer und Dorothee Sölle.
“Ein Leitmotiv prägt mich seit langem und bestimmt meine Arbeit bis heute: Niemanden am Rand stehen lassen.”
Tobias Krohmer
Als Dekanat Hochtaunus sind wir über die Fachstelle für gesellschaftliche Verantwortung unter anderem im Arbeitskreis Flüchtlinge des Hochtaunuskreises aktiv. Wir vernetzten und informieren die wesentlichen Akteure im Landkreis und führen gemeinsam Veranstaltungen udn Aktionen durch. Ein Beispiel dafür: Die Teilnahme an den internationalen Wochen gegen Rassismus des Hochtaunuskreises.
Helfen mit dem Nötigsten, wo es am Nötigsten fehlt - das tut die Tafel Hochtaunus. Gegründet aus einer Intitative vieler Akteure in Bad Homburg, ist sie inzwischen in der Verantwortung der Diakonie. Tobias Krohmer ist Mitglied der Steuerungsgruppe und organisiert intensiv Aktionen für und von der Tafel - von der Spendeneinwerbung bis zum Verteilen von Weihnachtsgeschenken.
Demokratie ist kein “Selbstläufer” - für eine starke Demokratie muss man sich stark machen. Die Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung tut dies an vielen Stellen unter anderem durch Unterstützung der Gemeinden bei Aktionen zur Demokratieförderung, Entwicklung und Durchführung von Programmen und Aktionen für Konfi- und Religionsunterricht, Teilnahme an Demonstrationen und dem Christopher Street Day und der täglichen Parteinahme für Demokratie und Menschenwürde.
Klimaschutzplan, “Grüner Hahn”, Mobilitätskonzepte, geistliche Impulse - das Tätigkeitsfeld im Bereich Umwelt und Klima ist weit gefasst, dient aber durchgehend dem einen Zweck: Die Schöpfung bewahren und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welte zu hinterlassen.