Die Synode der Evangelischen Kirche im Hochtaunus hat auf ihrer Herbsttagung am Freitag, dem 25. September 2026, über die Zukunft der kircheneigenen Gebäude im Bereich des Evangelischen Dekanats Hochtaunus entschieden. Der Gebäudebedarfs- und entwicklungsplan gilt für insgesamt 139 Gebäude (Kirchen, Gemeindehäuser, Pfarrhäuser und weitere Gebäude und Flächen) und teilt diese in drei Kategorien, die sich durch unterschiedliche Höhe der landeskirchlichen Zuwendungen unterscheiden. Dem Beschluss vorangegangen sind intensive Beratungen in den Nachbarschaftsräumen mit Unterstützung der Dekanatsleitung und der Bauabteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Daneben verabschiedete die Synode Peter Vollrath-Kühne aus seinem langjährig ausgeübten Amt als Synodaler in der Kirchensynode der EKHN. Neu in die Synode gewählt wurde an seiner Stelle Sven Berggötz. Als neue Mitarbeitende begrüßt und gesegnet wurden Pfarrer Simba Burgdorf auf der überregionalen Innovationspfarrstelle, Jonathan Kreuder als Dekanatskantor für den Vordertaunus, Pfarrerin Bianca Schamp als regionale Seelsorgepfarrerin und Henny Schneider als Gemeindepädagogin für innovative Angebote im Dekanat.
Zukunft der Gebäude entschieden
Mit dem Beschluss des Gebäudebedarfs- und -entwicklungsplans erreicht das Evangelische Dekanat Hochtaunus ein wichtiges Etappenziel im Transformationsprozess ekhn2030. Eine kleiner werdende Kirche und sich verändernde Angebote erfordern die Anpassung des Gebäudebestands an den tatsächlichen Bedarf und die wirtschaftlichen Möglichkeiten. Nach den landeskirchlichen Vorgaben wurden dabei die 34 Kirchen, 47 Gemeindehäuser, 30 Pfarrhäuser und 33 weiteren Gebäude in die Kategorien A, B und C eingeteilt. Gebäude der Kategorie A erhalten wie bisher volle Zuweisungen aus gesamtkirchlichen Mitteln, während Bauwerke der Kategorie B zukünftig finanziell weniger unterstützt werden. Gebäude in der Kategorie C bekommen ab dem Jahr 2027 keine landeskirchlichen Gelder mehr und müssen durch die Gemeinden selbst getragen werden. „Wir haben im vergangenen Jahr gemeinsam intensiv an tragfähigen Lösungen gearbeitet“, so Dekanin Juliane Schüz zum Prozess. „Jetzt gilt es, für liebgewonnene Räume, für die wir Zuweisungen verlieren, neue Nutzungs- und Finanzierungskonzepte zu prüfen. Da ist Kreativität gefragt, aber es wird voraussichtlich nicht ohne Abschiede gehen.“ Von den bestehenden Gebäuden wurden 41 in Kategorie A eingeteilt – darunter nahezu alle historischen Kirchen – auf Kategorie B entfallen ganz oder teilweise 42 Räume und Gebäude, darunter Gemeindehäuser und ein Großteil der Pfarrhäuser, weil weiterhin pro Pfarrstelle ein Haus vorgehalten werden muss. In Kategorie C wurden 61 Gebäude eingeordnet. In dieser Kategorie sind auch Gebäude enthalten, die bereits alternativ finanziert werden, so zum Beispiel durch Mieteinnahmen.
Mit Schwung und Klang für das Dekanat Hochtaunus
Erfreuliches konnte Dekanin Juliane Schüz zur Entwicklung bei den Stellen im Dekanat berichten: Vier neue Mitarbeitende wurden im Gottesdienst zu Beginn der Synode in ihren Dienst für das Dekanat Hochtaunus eingeführt und konnten sich den Synodalen vorstellen. So hat Pfarrer Simba Burgdorf im August die halbe Pfarrstelle des „Taunuspfarrers“ übernommen und wird dekanatsweit mit Aktionen und Gottesdiensten die Kirche „ins Spiel“ bringen. Zudem ergänzt er das Verkündigungsteam im Usinger Land mit einer halben Stelle. Pfarrerin Bianca Schamp ist schon seit dem Frühjahr unter dem Namen „seele.weit“ als Pfarrerin für Seelsorge ebenfalls dekanatsweit aktiv. Sie macht an ungewöhnlichen Orten und mit niederschwelligen Aktionen auf das Angebot der Seelsorge aufmerksam und hat ihren Raum für Seelsorgegespräche in der Innenstadt in Bad Homburg. Henny Schneider wird als Gemeindepädagogin für innovative Kirche, spannende Konzepte für neue Angebote entwickeln. Mit Jonathan Kreuder ist die Stelle des Dekanatskantors für den Vordertaunus von einem begeisterten Kirchenmusiker besetzt. Er ist dort für den Orgelunterricht und die Begleitung der neben- und ehrenamtlichen Organistinnen und Organisten zuständig. Auch berät er bei Orgelrenovierungen. Seine „Dienstorgel“ ist in der evangelischen Kirche in Seulberg. „Wir freuen uns, dass das ‚Dekanatsteam‘ jetzt wieder vollständig ist und so die Arbeit in den Gemeinden vor Ort unterstützt und ergänzt“, so Dekanin Juliane Schüz. „Schon die ersten Aktionen beim Laternenfest oder im Hessenpark zeigen, das Menschen sich über die Begegnungen und Impulse freuen und den Kontakt suchen.“